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Die Häufigkeit von meldepflichtigen Arbeitsunfällen wird in Deutschland für die verschiedenen Wirtschaftszweige durch Statistiken der jeweiligen Berufsgenossenschaften (BG) erfasst. Dabei wird die Zahl der Unfälle mit über drei Tagen Arbeitsausfall pro 1.000 Mitarbeitern registriert.
Die BG Chemie liegt im Vergleich der insgesamt 36 Berufsgenossenschaften schon seit vielen Jahren sehr günstig. 2008 betrug bei der BG Chemie der Durchschnittswert 14,9 Unfälle pro 1.000 Mitarbeiter. Als Unfall zählen dabei Verletzungen mit einem Arbeitsausfall des Mitarbeitenden von mehr als drei Tagen.
Entsprechend Konzernreglement werden bei Ciba nach einer anderen Methode alle Unfallereignisse mit Arbeitsausfall von mehr als einem Tag bilanziert. Nach drei unfallfreien Jahren, verzeichnete der Standort im Jahr 2008 einen Unfall: Ein Mitarbeiter zog sich bei der Aufarbeitung von Leergebinden Brandverletzungen zu. Nach beiden Zählmethoden – BG und Ciba – hat das Werk Lampertheim daher im Jahr 2008 eine Tausend Mann-Quote von 1,5 Unfällen
Abb. 8: Arbeitsunfälle mit über einem Tag Arbeitsausfall

Kleinere Verletzungen, die sich Mitarbeiter am Arbeitsplatz im Werk Lampertheim zuzogen, waren 2008 zu 92% nicht chemietypisch (z. B. Handverletzungen, umgeknickte Fußgelenke); lediglich 8% beruhten auf der Einwirkung von Chemikalien (Reizungen, Verätzungen).
Mit dem Stichwort „Ereignis“ werden im Werk Lampertheim firmenintern Arbeitsunfälle, Störungen im Betriebsablauf, „Beinahe-Unfälle“ und gefährliche Situationen charakterisiert. All diese Ereignisse werden firmenintern dokumentiert und ausgewertet sowie mit Führungskräften kommuniziert. Gegebenenfalls werden auch Folgemaßnahmen zur Gefahrenminderung initiiert.
In 2008 ging die Zahl der Ereignisse um 25 % zurück. Als Abweichungen vom normalen Betriebsablauf wurden im Wesentlichen Energiestörungen und Austritt von geringen Mengen Chemikalien in Produktionsbereichen registriert.
Als hervorragendes Führungssystem hat sich die Meldung von „Beinahe-Unfällen“ bewährt, das zu entsprechenden Optimierungen der Arbeitsumgebung genutzt wird. Zusätzlich findet jährlich ein werksinterner Sicherheitstag für die Führungskräfte statt.
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