
Alle Wege offen halten Für einen Naturwissenschafter habe ich einen eher ungewöhnlichen Werdegang. Im Gymnasium musste ich mich schon sehr früh für die mathematisch-naturwissenschaftliche oder die sprachliche Richtung entscheiden. Da meine Interessen sehr vielfältig waren, und noch sind, wollte ich mich noch nicht auf eine Richtung festlegen. So wählte ich die Variante mit Altgriechisch und Latein als Schwerpunktfächer. Damit lag mir offen, ob ich später Archäologie, Sprachen oder Naturwissenschaften zum Beruf machen würde.
Chemie – eine Faszination Mein Entscheid Chemie zu studieren, war ein intuitiver. Im Gymnasium wurde uns die Möglichkeit geboten, die ETH Zürich zu besichtigen. Während der Besichtigung des chemischen Instituts packte mich die Faszination an der Chemie, ich entschied mich Chemie zu studieren. Die Faszination begleitete mich während meines Chemiestudiums an der Uni Fribourg – wegen der Zweisprachigkeit zog mich diese Uni mehr an als die ETH – und ich entschied mich für eine Dissertation.
Praktikum als Sprungbrett Im Frühjahr 1998 erhielt ich dank eines Praktikums bei Ciba in Marly einen ersten Einblick in die Welt der industriellen Forschung. In der Pigmentforschung durfte ich an einem neuen Produkt mit exzellenten Eigenschaften mitarbeiten und meine Ideen miteinbringen. Dass dieses Praktikum ein erster Schritt in die Industrie war, wurde mir erst fünf Jahre später bewusst. Heute arbeite ich als Forschungschemiker in der gleichen Forschungsgruppe wie damals. Das Praktikum hat sich als Sprungbrett in die industrielle Forschung erwiesen.
Pigmentchemie - eine Herausforderung Ich arbeite jetzt in der Pigmentforschung. Bei Pigmenten handelt es sich um unlösliche Farbstoffe. Die Teilchenform der Pigmente und deren Kontrolle ist von grosser Wichtigkeit, da die Qualität des Produktes stark von diesen Faktoren abhängt. Faszinierend ist der Anwendungs- und Anforderungsbereich von Pigmenten: Was nützt ein Pigment in einem Autolack, wenn dieser nach einem Jahr verbleicht? CD-Brennen ohne Pigmente - fast unvorstellbar.
Forschungschemiker – Aufgabenbereich Meine Hauptaufgabe als Forschungschemiker besteht darin, neue Pigmente zu synthetisieren und deren Potential einzustufen. Die aussichtsreichsten werden weiterentwickelt. In meiner Forschungsarbeit werde ich von einem Laboranten unterstützt. Für diese Führungsaufgabe kommt mir meine Erfahrung, die ich an der Uni durch die Betreuung von Studenten gesammelt habe, zugute. Der rege Austausch innerhalb unserer Forschungsgruppe sowie der Kontakt zu Leuten aus Anwendung und Marketing bereichern meinen Forschungsalltag.
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